21. Juli 2018

Orgelklang 12

21. Juli 2018

An den Ladegastorgeln: DENNY WILKE – Stadtorganist zu Mühlhausen

Programm 21. Juli 2018

Orgelklang 12
„Friedrich Ladegast zum 200. Geburtstag“

An der großen Ladegastorgel

Sergej Rachmaninoff (1873 - 1943)
Prélude cis- Moll op. 3 Nr. 2 aus „Morceaux de Fantaisie“
in einer Bearbeitung für Orgel von Louis Vierne (1870 - 1937)

Begrüßung

An der kleinen Ladegastorgel

Wilhelm Schneider (1783 – 1843)        
Sortie (Allegro)
(Schneider war von 1824 – 1843 Domorganist zu Merseburg)    

Lesung

An der großen Ladegastorgel

Richard Wagner (1813 – 1883)
„Der Gnade Heil“ - Pilgerchor aus „Tannhäuser“ (2. Fassung)
in einer Bearbeitung für Orgel von Franz Liszt (1811 - 1886)
       
Lesung und Segenswort

An der großen Ladegastorgel

Johann Gottlob Töpfer (1791 – 1870)
Concert-Fantasie über den Choral „Mache dich mein Geist bereit“

An den Ladegastorgeln: DENNY WILKE - Stadtorganist zu Mühlhausen

Geistliches Wort: N.N.        

VITA

Denny Wilke studierte bis 2005 in der Meisterklasse des Leipziger Gewandhaus- und Merseburger Domorganisten Michael Schönheit an der Musikhochschule Nürnberg. 2006 absolvierte er außerdem sein Konzertexamen in der Solistenklasse von Ben van Oosten am Konservatorium Rotterdam. Im Rahmen der „Europäischen Musikakademie Bonn“ hatte er bereits 2003 ein Stipendium für die Meisterklasse von Olivier Latry (Notre - Dame de Paris) erhalten.
Als Organist spielt er regelmäßig bei Klangkörpern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem MDR - Sinfonieorchester, der Dresdner Philharmonie, der Staatsphilharmonie Nürnberg, der Staatskapelle Halle, dem MDR-Rundfunkchor, dem Nationalchor der Ukraine DUMKA, Latvian State Choir, dem GewandhausChor, dem Philharmonischen Chor Dresden u. v. a.
So kam es zu künstlerischen Begegnungen mit Kurt Masur, Riccardo Chailly, Neeme Järvi, Kristjan Järvi, Howard Arman, Simone Young, Sir John Eliot Gardiner, u. a.
Einladungen für Solistenabende führen ihn an bedeutende kirchenmusikalische Stätten und Konzertsäle wie dem Gewandhaus Leipzig, der Hamburger Musikhalle, dem Kulturpalast Dresden, Notre – Dame Paris, etc.  
Er ist gefragt als Continuospieler und Kammermusikpartner auf dem Cembalo, dem historischen Hammerflügel oder dem modernen Klavier, was ihn auf verschiedene Festivals führte, darunter das Bachfest Leipzig, die Händel-Festspiele Halle, die Dresdner Musikfestspiele und der MDR-Musiksommer.
Seit der Restaurierung der großen Ladegast-Orgel erwarten ihn - neben Domorganist Michael Schönheit - als Organist vielfältige Aufgaben am Merseburger Dom.
2008 übernahm er die künstlerische Leitung der „Mühlhäuser Marienkonzerte“ in Mühlhausen/Thüringen.
2009 wurde er dort zum Stadtorganisten der Konzertkirche „Marienkirche“ Mühlhausen berufen. Hier umfasst sein Wirkungsbereich die Gestaltung der Orgelkonzerte und thematischer Zyklen sowie die Mitwirkung bei Kammermusiken in der historischen Rathaushalle.
Er nahm seine Ernennungsurkunde in der historischen Rathaushalle entgegen, wo sie auch 1707 der junge Johann Sebastian Bach vom „hochedlen und hochweisen Rat“ erhielt.
2010 wurde er Preisträger beim International Sydney Organ Competition.
2011 erschien - zum 200. Geburtstag von Franz Liszt - seine Solo-CD mit Orgelwerken des Jubilars, aufgenommen an der historischen Buchholz-Orgel in Barth (Ostsee), die 2015 für die Bestenliste des „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ nominiert wurde.
Im Rahmen der von der EKD und vom Bund ausgerufenen Lutherdekade 2017 wurde ihm die künstlerische Leitung eines zum jeweiligen Themenjahr eingegliederten Musikfestivals in Mühlhausen und darüber hinaus übertragen.
2017 erschienen mit ihm als Solist drei CDs, aufgenommen an der großen Rieger-Orgel der Abteikirche Marienstatt, an der großen Sauer-Orgel der Kirche St. Marien zu Mühlhausen (zusammen mit Max Regers „Hebbel-Requiem“ op. 144b und Johannes Brahms' „Ein deutsches Requiem“ op. 45). Aufsehen erregte die unter dem Titel veröffentlichte  CD „FRENCH ROOTS – Works by Liszt, Dupré & Demessieux“- eingespielt an der großen Seifert-Orgel der päpstlichen Marienbasilika Kevelaer, die mit der Weltersteinspielung der Variationen über „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ von Franz Liszt, in einer synkretisierten Fassung von Marcel Dupré nun der Medienwelt zugänglich ist.  


Orgelsommerkonzert in Albersroda

21. Juli 2018

Ladegast-Orgel 1851 (2 Manuale, Pedal, 13 Register)
An der Ladegastorgel: DENNY WILKE – Stadtorganist zu Mühlhausen

Programm 21. Juli 2018

Orgelkonzert Albersroda
„Ein romantischer Orgelnachmittag“

Franz Liszt (1811 – 1886)
Weimars Volkslied

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
Aus „Lieder ohne Worte“
in Bearbeitungen von
Alexander Wilhelm Gottschalg (1827- 1908)
Andante op. 102, Nr. 6
Adagio non troppo op. 30, Nr. 3
Moderato op. 19, Nr. 4
Andante sostenuto aus den Kinderstücken op. 72  

Robert Schumann    (1810 – 1856)    
Skizzen für den Pedalflügel op. 58
I.   Nicht schnell und sehr markiert
II.  Nicht schnell und sehr markiert
III. Lebhaft
IV.  Allegretto

August Gottfried Ritter (1811 - 1885)
Sonate für Orgel Nr. 4 A-Dur op. 31
Ruhig und heiter  – Theme mit Variationen: Frisch und Kräftig

 
An der Ladegastorgel: DENNY WILKE - Stadtorganist zu Mühlhausen

VITA
Denny Wilke studierte bis 2005 in der Meisterklasse des Leipziger Gewandhaus- und Merseburger Domorganisten Michael Schönheit an der Musikhochschule Nürnberg.
2006 absolvierte er außerdem sein Konzertexamen in der Solistenklasse von Ben van Oosten am Konservatorium Rotterdam. Im Rahmen der „Europäischen Musikakademie Bonn“ hatte er bereits 2003 ein Stipendium für die Meisterklasse von Olivier Latry (Notre - Dame de Paris) erhalten.
Als Organist spielt er regelmäßig bei Klangkörpern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem MDR - Sinfonieorchester, der Dresdner Philharmonie, der Staatsphilharmonie Nürnberg, der Staatskapelle Halle, dem MDR-Rundfunkchor, dem Nationalchor der Ukraine DUMKA, Latvian State Choir, dem GewandhausChor, dem Philharmonischen Chor Dresden u. v. a.
So kam es zu künstlerischen Begegnungen mit Kurt Masur, Riccardo Chailly, Neeme Järvi, Kristjan Järvi, Howard Arman, Simone Young, Sir John Eliot Gardiner, u. a.
Einladungen für Solistenabende führen ihn an bedeutende kirchenmusikalische Stätten und Konzertsäle wie dem Gewandhaus Leipzig, der Hamburger Musikhalle, dem Kulturpalast Dresden, Notre – Dame Paris, etc.  
Er ist gefragt als Continuospieler und Kammermusikpartner auf dem Cembalo, dem historischen Hammerflügel oder dem modernen Klavier, was ihn auf verschiedene Festivals führte, darunter das Bachfest Leipzig, die Händel-Festspiele Halle, die Dresdner Musikfestspiele und der MDR-Musiksommer.
Seit der Restaurierung der großen Ladegast-Orgel erwarten ihn - neben Domorganist Michael Schönheit - als Organist vielfältige Aufgaben am Merseburger Dom.
2008 übernahm er die künstlerische Leitung der „Mühlhäuser Marienkonzerte“ in Mühlhausen/Thüringen.
2009 wurde er dort zum Stadtorganisten der Konzertkirche „Marienkirche“ Mühlhausen berufen. Hier umfasst sein Wirkungsbereich die Gestaltung der Orgelkonzerte und thematischer Zyklen sowie die Mitwirkung bei Kammermusiken in der historischen Rathaushalle.
Er nahm seine Ernennungsurkunde in der historischen Rathaushalle entgegen, wo sie auch 1707 der junge Johann Sebastian Bach vom „hochedlen und hochweisen Rat“ erhielt.
2010 wurde er Preisträger beim International Sydney Organ Competition.
2011 erschien - zum 200. Geburtstag von Franz Liszt - seine Solo-CD mit Orgelwerken des Jubilars, aufgenommen an der historischen Buchholz-Orgel in Barth (Ostsee), die 2015 für die Bestenliste des „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ nominiert wurde.
Im Rahmen der von der EKD und vom Bund ausgerufenen Lutherdekade 2017 wurde ihm die künstlerische Leitung eines zum jeweiligen Themenjahr eingeliedertem Musikfestival in Mühlhausen und darüber hinaus übertragen.
2017 erschienen mit ihm als Solist drei CDs, aufgenommen an der großen Rieger-Orgel der Abteikirche Marienstatt, an der großen Sauer-Orgel der Kirche St. Marien zu Mühlhausen (zusammen mit Max Regers „Hebbel-Requiem“ op. 144b und Johannes Brahms' „Ein deutsches Requiem“ op. 45). Aufsehen erregte die unter dem Titel veröffentlichte  CD „FRENCH ROOTS – Works by Liszt, Dupré & Demessieux“- eingespielt an der großen Seifert-Orgel der päpstlichen Marienbasilika Kevelaer, die mit der Weltersteinspielung der Variationen über „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ von Franz Liszt,  in einer synkretisierten Fassung von Marcel Dupré nun der Medienwelt zugänglich ist.     

Kirche und Orgel von Albersroda

Von der ursprünglichen, einst Sankt Magnus geweihten mittelalterlichen Kirche in Albersroda, die damals dem Prämonstratenser-Stift St. Mang in Cölbigk zugehörte, blieb nur der Chorturm aus der Mitte des 13. Jahrhunderts erhalten. Um 1500, in der Epoche der Spätgotik, wurde anstelle der spätromanischen Apsis an den Turm ein breiterer Chorraum und schließlich im Jahr 1838 nach Westen das hohe klassizistische Kirchenschiff angefügt. Von der alten Ausstattung lohnen vor allem die beiden qualitätvollen spätgotischen Schnitzaltäre aus der Nachfolge Lucas Cranachs d. Ä. und die eigenwillige ornamentale Bemalung des Chorturmgewölbes aus der Zeit der Spätrenaissance genauere Betrachtung.
Die Ladegast-Orgel von 1851 ist – nach dem Verlust der Orgel in Geusa aus dem Jahr 1849 – das älteste erhaltene zweimanualige Instrument aus seiner Weißenfelser Werkstatt, die Gestaltung des Prospekts wie bei der einmanualigen Raschwitzer Orgel (1850) im Merseburger Dom eng an Ladegasts erste erhaltene Orgel in Tanneberg (1838) angelehnt.
Das Albersrodaer Instrument blieb bis auf die 1917 beschlagnahmten und in den 20er Jahren durch Zinkpfeifen ersetzten Prospektpfeifen unverändert. 2005 wurde es von Fa. Schönefeld (Stadtilm) restauriert, nur für neue Zinnpfeifen fehlt der Kirchgemeinde noch immer das Geld.
Das Instrument hat mechanische Schleifladen, der Tonumfang reicht von C bis d’’’ (Bordun 16’ ab c), im Pedal von C bis c’.  Die Disposition lautet:

I. Hauptwerk:
Bordun 16’
Principal 8’
Gedackt 8’
Viola di Gamba 8’
Octave 4’
Gedackt 4’
Octave 2’
Mixtur 3fach 1 1/3’

II. „Oberwerk“:
Lieblich Gedackt 8’
Flaute travers 8’
Flaute amabile’ 4’
Waldflöte 2’

Pedal:
Violonbaß 16’
Subbaß 16’
Principalbaß 8’

Nebenzüge:
Koppeln I-P, II-P