11. August 2018

Orgelklang 12

11. August 2018

An den Ladegastorgeln: ISTVAN ELLA – Budapest

Programm 11. August 2018

Orgelklang 12
„Friedrich Ladegast zum 200. Geburtstag“

An der großen Ladegastorgel

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Präludium und Fuge a Moll BWV 543              

Begrüßung

An der kleinen Ladegastorgel

Johann Pachelbel (1653-1706)            
Partita sopra „Was Gott tut, das ist wohlgetan“

Lesung

An der großen Ladegastorgel

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)
Sonate d Moll op. 65, Nr.6
Choral mit Variationen - Fuga - Finale

Lesung und Segenswort

An der großen Ladegastorgel

Frigyes Hidas (1928-2007)
aus: Sonate Nr.1 für Orgel
Toccata  

An den Ladegastorgeln: ISTVÁN ELLA - Budapest

Geistliches Wort: Ordinierte Theologin Ilka Reckmann        

VITA
István Ella wurde 1947 in Veresegyház in der Nähe von Budapest geboren. An der Budapester Ferenc Liszt Musikakademie studierte er Orgel bei Prof. Ferenc Gergely und Chorleitung bei Prof. Zoltán Vásárhelyi.
Nachdem er 1971 an der Musikakademie sein Diplom erhalten hatte, studierte István Ella in Weimar und Leipzig bei den Professoren Johannes Ernst Köhler Orgel und Improvisation und bei Olaf Koch Dirigieren. Sein Diplom als Dirigent erhielt er 1974 in Wittenberg, wo er das Philharmonische Orchester der Stadt Halle dirigierte.
Als Orgelkünstler hat er mehrere internationale Preise gewonnen:
1971 war er Preisträger beim Prager Internationalen Orgelwettbewerb, 1972 erhielt er den zweiten Preis beim Internationalen Bach-Wettbewerb für Orgel in Leipzig. 1974 wurde er mit dem ersten Preis beim Internationalen Orgelwettbewerb Anton Bruckner in Linz (Österreich), geehrt.
1976 ging er wiederum als I. Preisträger des J.S. Bach-Wettbewerbs in Brügge (Belgien) hervor.
Von 1976 bis 1986 war er der künstlerische Leiter und Solist des Corelli Kammerorchesters, von 1979 bis 1984 Chefdirigent des Székesfehérvár Sinfonieorchesters, zwischen 1975 und 1990 Solist der Nationalphilharmonie.
Seit 1984 war er Juror bei mehreren angesehenen Orgelwettbewerben in Leipzig, Genf, Linz, Prag, Erfurt, Kazan, Lüneburg, Berlin, etc. und ausserdem Gastprofessor bei Meisterkursen in England, Deutschland, Polen und in Ungarn. Seit 1989 ist er der Gründer und Leiter des Budapester Bach-Chors.
Von 2007 bis 2009 war István Ella Dirigent beim Kodály Chor Debrecen.
István Ella hat viele erfolgreiche Gastspiele in fast allen Ländern Europas gegeben, seine Konzertreisen führten ihn auch in den Libanon, nach Kanada, Indien, Israel und in die Vereinigten Staaten von Amerika.
1999 wurde er mit dem Liszt-Preis ausgezeichnet und 2007 mit dem Ritterkreuz der Ungarischen Republik geehrt.


Orgelsommerkonzert in Blösien

11. August 2018

Ladegast-Orgel 1855 (1 Manual, Pedal, 11 Register)
ISTVAN ELLA – Budapest

Kirche und Orgel von Blösien

Wie ein spätgotisches Krönlein sitzt die kleine Orgel auf der oberen Empore des hohen schmalen Kirchensaals von Blösien, der in der Barockzeit ein kleineres älteres Kirchenschiff esetzte. Er schließt sich an den heute in der Mitte der Kirche stehenden Turm an, der wohl ursprünglich ein Chorturm war und in seinem Kern noch aus spätromanischer Zeit stammen könnte. An seiner Ostseite wurde dort, wo sich zuvor eine romanische Apsis befand, in spätgotischer Zeit ein breiteres Chorpolygon angefügt.
Von der Ausstattung ist aus dieser Bauzeit der Schnitzaltar erhalten geblieben. Neben ihm lohnen auch der barocke Taufstein von 1686 und ein Epitaph von 1728 aus der bekannten Merseburger Hoppenhaupt-Werkstatt einen Blick.
Die Orgel (Massmann, Nr. 17) schuf Friedrich Ladegast in demselben Jahr 1855, in dem er die große Merseburger Domorgel vollendete.
Das wertvolle Instrument wurde 1995 auf Initiative der Denkmal-schutzbehörde des Landkreises und des Freundeskreises Musik und Denkmalpflege restauriert. Dabei wurde auch der 1917 abge-lieferte Zinnprospekt durch die Thüringer Orgelbaufirma Rösel & Hercher (Saalfeld) rekonstruiert. Die Restaurierung des Gehäuses übernahm Hans Rothe (Burgliebenau).
Die Orgel hat mechanische Schleifladen; ihr Tonumfang reicht im Manual von C-f’’’, im Pedal von C-d’.  
Die Disposition lautet:

Manual:
Principal 8’
Viola di Gamba 8’
Gedeckt 8’
Lieblich Floete 8’
Octava 4’
Floete minor 4’
Naßat 3’
Octava 2’
Mixtur 3fach 11/3

Pedal:
Subbaß 16’
Cello 8’

Nebenzug:
Pedalcoppel