Abschlußkonzert in Schafstädt

Ladegast-Orgel 1875 (3 Manuale, Pedal, 33 Register)
JAN ERNST – Domorganist zu Schwerin
(Eintritt: 10 €)

Kirche und Orgel von Schafstädt

Die Stadtkirche St. Johannis in Schafstädt ist eine große neuromanische Saalkirche. Für den repräsentativen Kirchenbau opferte man den mittel-alterlichen Vorgänger, von dem nur der mächtige spätgotische West-turm mit seiner Barockhaube blieb. Für die neue große Orgel zog man den berühmten Orgelbauer Friedrich Ladegast heran. Kirche und Orgel wurden zusammen am 21. Mai 1875 geweiht (Ladegasts Werkver-zeichnis gibt unter der Werknummer 65 zwar das Jahr 1874 an, das sich aber offensichtlich auf Auftragsvergabe und Baubeginn bezog).
Auf ausdrücklichen Wunsch des Gemeindevorstandes baute Ladegast das Schafstädter Instrument exakt nach dem Vorbild einer dreimanualigen Orgel, die er 1868 in Polditz gebaut hatte, und er versah es auch mit dem gleichen neuromanischen Prospekt wie in Polditz.
Das wertvolle Instrument wurde bedauerlicherweise 1950 neobarock umdisponiert und später willkürlich weiter verändert. 2005/06 wurde es auf Initiative des Organisten Jörg Ritter durch die Firma Scheffler (Sieversdorf) restauriert, die zuvor auch das Polditzer Schwester-instrument restauriert hatte und u. a. auch an der Restaurierung der großen Ladegast-Orgel im Merseburger Dom beteiligt war.
Die Orgel hat mechanische Schleifladen. Die Originaldisposition:

I. Manual Oberwerk
Gedackt 16’
Geigenprincipal 8’
Doppelflöte 8’
Salicional 8’
Principal 4’
Flauto amabile 4’
Violine 2’
Progressiv-Harmonica
   2-3fach
Oboe 8’

III. Manual Echowerk
Flöte traverse 8’
Viola 8’
Gedackt 8’
Zartflöte 4’

II. Manual Hauptwerk
Principal 16’
Bordun 16’
Principal 8’
Gamba 8’
Flöte 8’
Rohrflöte 8’
Octave 4’
Gedackt 4’
Quinte 2 2/3’
Octave 2’
Cornett 3fach
Mixtur 4fach

Pedal
Untersatz 32’
Violonbaß 16’
Subbaß 16’
Octavbaß 8’
Baßflöte 8’
Quintenbaß
   5 1/3’
Octave 4’
Posaune 16’

Nebenzüge Koppeln
Haupt-Oberwerk (II-I)
Echo-Hauptwerk (III-I)
Hauptwerk-Pedal (II-P)


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