Eine Orgelwanderung

Orgelwanderung von Bischdorf nach Oberklobikau
mit den Orgelbaumeistern KONRAD und CHRISTIAN SCHEFFLER (Sieversdorf)

und Organistin LIENE ANDRETA KALNCIEMA (Riga) 
Bischdorf, Ladegast-Orgel 1864: 1 Manual, Pedal, 9 Register,
Oberklobikau, Ladegast-Orgel 1857: 2 Manuale, Pedal, 11 Register
Weitere Informationen unter www.merseburger-orgeltage.de

Kirche und Orgel von Bischdorf

Die kleine schlichte spätromanische Chorturmkirche, erbaut um die Mitte des 13. Jahrhunderts, versteckt am Dorfrand. Erhalten die innen als Halbrund, außen als Polygon ausgebildete romanische Altarapsis, das kurze Kirchenschiff 1704 in schlichten Formen erneuert.
Die Orgel von 1864, bei Massmann unter „Bisdorf“ als Nr. 20 mit nur 7 Registern aufgeführt, vielleicht erst nachträglich um zwei Register erweitert. Das kleine klangschöne Instrument in die Brüstung der Empore eingearbeitet, der Spieltisch seitlich angebracht. Der Raum Ende 19. Jahrhundert mit neuer Holzdecke und glattem Fliesenfußboden versehen, der Barockaltar und die Seitenflügel der Hufeisenempore abgebrochen, die Akustik der Kirche dennoch ausgewogen.
Die Orgel 1994 auf Initiative der Denkmalschutzbehörde des Landkreises und des Freundeskreises Musik und Denkmalpflege durch Fa. Rösel & Hercher (Saalfeld) unter Rekonstruktion des Zinnprospekts restauriert, Gehäuse und Empore von Hans Rothe (Burgliebenau).
Mechanische Schleifladen, Tonumfang im Manual von C-f’’’ (Gedackt 16’ ab c), im Pedal von C-d’. Die Disposition:

Manual:
Gedackt 16’
Floete 8’
Gamba 8’
Lieblich Gedackt 8’
Principal 4’
Gedackt 4’
Octave 2’
Mixtur 2fach

Pedal:
Subbaß 16’

Nebenzug:
Pedalcoppel

Kirche und Orgel von Oberklobikau

Die Kirche, ein barocker Saalbau mit Westturm (1721), wurde wohl wie der großartige bauzeitliche Kanzelaltar (1723) von dem bedeutenden Merseburger Bildhauer und Baumeister Christian Trothe (1672-1732) geschaffen.
Die zweimanualige Orgel Ladegast 1857 (Massmann Nr. 23), bis auf Verlust des Zinnprospekts 1917 weitgehend unverändert, mit Einschränkung spielbar, restaurierungsbedürftig. Der Orgelprospekt  angelehnt an frühe Ladegastsche Prospekte mit eleganten Schleierbrettern, die Seitenfelder an den flach gewölbten Mittelturm heranführend.
Mechanische Schleifladen; Tonumfang Manual C-f’’’ (Bordun ab c), Pedal C-d’. Die Disposition:

I.Manual Hauptwerk:
Bordun 16’
Principal 8’
Gedackt 8
Octave 4’
Octave 2’
Progressio 2fach

II. Manual Hinterwerk:
Gambe 8’
Flöte 8’
Flauto amabile 4’

Pedal:
Subbaß 16’
Octavbaß 8’

Nebenzüge:
Pedalcoppel (I-P)
Manualcoppel


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