Orgelsommerkonzert in Albersroda

Ladegast-Orgel 1851 (2 Manuale, Pedal, 13 Register)
An der Ladegastorgel: DENNY WILKE – Stadtorganist zu Mühlhausen

Kirche und Orgel von Albersroda

Von der ursprünglichen, einst Sankt Magnus geweihten mittelalterlichen Kirche in Albersroda, die damals dem Prämonstratenser-Stift St. Mang in Cölbigk zugehörte, blieb nur der Chorturm aus der Mitte des 13. Jahrhunderts erhalten. Um 1500, in der Epoche der Spätgotik, wurde anstelle der spätromanischen Apsis an den Turm ein breiterer Chorraum und schließlich im Jahr 1838 nach Westen das hohe klassizistische Kirchenschiff angefügt. Von der alten Ausstattung lohnen vor allem die beiden qualitätvollen spätgotischen Schnitzaltäre aus der Nachfolge Lucas Cranachs d. Ä. und die eigenwillige ornamentale Bemalung des Chorturmgewölbes aus der Zeit der Spätrenaissance genauere Betrachtung.
Die Ladegast-Orgel von 1851 ist – nach dem Verlust der Orgel in Geusa aus dem Jahr 1849 – das älteste erhaltene zweimanualige Instrument aus seiner Weißenfelser Werkstatt, die Gestaltung des Prospekts wie bei der einmanualigen Raschwitzer Orgel (1850) im Merseburger Dom eng an Ladegasts erste erhaltene Orgel in Tanneberg (1838) angelehnt.
Das Albersrodaer Instrument blieb bis auf die 1917 beschlagnahmten und in den 20er Jahren durch Zinkpfeifen ersetzten Prospektpfeifen unverändert. 2005 wurde es von Fa. Schönefeld (Stadtilm) restauriert, nur für neue Zinnpfeifen fehlt der Kirchgemeinde noch immer das Geld.
Das Instrument hat mechanische Schleifladen, der Tonumfang reicht von C bis d’’’ (Bordun 16’ ab c), im Pedal von C bis c’.  Die Disposition lautet:

I. Hauptwerk:
Bordun 16’
Principal 8’
Gedackt 8’
Viola di Gamba 8’
Octave 4’
Gedackt 4’
Octave 2’
Mixtur 3fach 1 1/3’

II. „Oberwerk“:
Lieblich Gedackt 8’
Flaute travers 8’
Flaute amabile’ 4’
Waldflöte 2’

Pedal:
Violonbaß 16’
Subbaß 16’
Principalbaß 8’

Nebenzüge:
Koppeln I-P, II-P



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