Ladegast-Orgel

Orgelklang 12

in Gedenken an den 200. Geburtstag von Friedrich Ladegast
40 Minuten Orgelmusik und geistliches Wort


Veranstalter:
Vereinigte Domstifter in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Musik und Denkmalpflege,
sowie der Honymus Stiftung Halle-Merseburg. Eintritt mit gültiger Domeintrittsgebühr


(Samstag)

Orgelklang 12

12:00

An den Ladegastorgeln: THOMAS ENNENBACH – Organist an der Andreaskirche zu Eisleben

Programm 4. August 2018

Orgelklang 12
„Friedrich Ladegast zum 200. Geburtstag“

An der großen Ladegastorgel

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Praeludium und Fuge c-Moll BWV 546      

Begrüßung

An der kleinen Ladegastorgel

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Choral
Thema mit Variationen
Nachspiel                

Lesung

An der großen Ladegastorgel

Johan A. Behnke (geb.: 1953)
Choral-Fantasia über den Lutherchoral
„Vaterunser im Himmelreich“

Lesung und Segenswort

An der großen Ladegastorgel

Johann Gottlob Töpfer (1791 - 1870)
Concert-Variationen über das französische Volkslied
„Vive Henri quatre“         

An den Ladegastorgeln: THOMAS ENNENBACH - Organist an der Andreaskirche zu Eisleben

Geistliches Wort: Kreisschulgemeindepädagoge Thomas Groß        

VITA

KMD Thomas Ennenbach, geboren in Rudolstadt, studierte er nach erstem Orgelunterricht an der dortigen Ladegastorgel in Halle Kirchenmusik und an der Musikhochschule „Franz Liszt“ Weimar, Orgel, Gesang und Dirigieren. Seitdem ist er Organist und Kantor an der Marktkirche St. Andreas und an Martin Luthers Taufkirche St. Petri-Pauli in der Lutherstadt Eisleben, 1999 wurde er zum Propsteikantor der Propstei Halle-Wittenberg berufen. Seit 1993 leitet er die Konzertreihe KIRCHENMUSIK IN DER LUTHERSTADT EISLEBEN und widmet sich darüber hinaus selbstständiger Konzerttätigkeit. So arbeitet er mit Solisten, Chören und Orchestern wie der Staatskapelle Halle, der Jenaer Philharmonie, dem Loh-Orchester Sondershausen, dem Mitteldeutschen Kammerorchester, der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck, den Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt und dem Concerto Berlin als Organist und Dirigent zusammen.
Neben diversen Rundfunk- und Fernsehsendungen sind folgende Tonträger erschienen: „Lutherchoral-Bearbeitungen aus vier Jahrhunderten“ an der Orgel der St. Andreaskirche Lutherstadt Eisleben, „Die Rühlmann-Orgel im Diakoniewerk Halle/S.“, „Die Rühlmann-Orgel in der St. Gangolfkirche Hettstedt", „Historische Orgeln im Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda“, „Die Wegscheider-Orgel in der Schlosskapelle Allstedt“  sowie verschiedene Chor-Orchester-Produktionen.

mehr Informationen unter: www.thomas-ennenbach-orgel.de


(Samstag)

Orgelklang 12

12:00

An den Ladegastorgeln: ISTVAN ELLA – Budapest

Programm 11. August 2018

Orgelklang 12
„Friedrich Ladegast zum 200. Geburtstag“

An der großen Ladegastorgel

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Präludium und Fuge a Moll BWV 543              

Begrüßung

An der kleinen Ladegastorgel

Johann Pachelbel (1653-1706)            
Partita sopra „Was Gott tut, das ist wohlgetan“

Lesung

An der großen Ladegastorgel

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)
Sonate d Moll op. 65, Nr.6
Choral mit Variationen - Fuga - Finale

Lesung und Segenswort

An der großen Ladegastorgel

Frigyes Hidas (1928-2007)
aus: Sonate Nr.1 für Orgel
Toccata  

An den Ladegastorgeln: ISTVÁN ELLA - Budapest

Geistliches Wort: Ordinierte Theologin Ilka Reckmann        

VITA
István Ella wurde 1947 in Veresegyház in der Nähe von Budapest geboren. An der Budapester Ferenc Liszt Musikakademie studierte er Orgel bei Prof. Ferenc Gergely und Chorleitung bei Prof. Zoltán Vásárhelyi.
Nachdem er 1971 an der Musikakademie sein Diplom erhalten hatte, studierte István Ella in Weimar und Leipzig bei den Professoren Johannes Ernst Köhler Orgel und Improvisation und bei Olaf Koch Dirigieren. Sein Diplom als Dirigent erhielt er 1974 in Wittenberg, wo er das Philharmonische Orchester der Stadt Halle dirigierte.
Als Orgelkünstler hat er mehrere internationale Preise gewonnen:
1971 war er Preisträger beim Prager Internationalen Orgelwettbewerb, 1972 erhielt er den zweiten Preis beim Internationalen Bach-Wettbewerb für Orgel in Leipzig. 1974 wurde er mit dem ersten Preis beim Internationalen Orgelwettbewerb Anton Bruckner in Linz (Österreich), geehrt.
1976 ging er wiederum als I. Preisträger des J.S. Bach-Wettbewerbs in Brügge (Belgien) hervor.
Von 1976 bis 1986 war er der künstlerische Leiter und Solist des Corelli Kammerorchesters, von 1979 bis 1984 Chefdirigent des Székesfehérvár Sinfonieorchesters, zwischen 1975 und 1990 Solist der Nationalphilharmonie.
Seit 1984 war er Juror bei mehreren angesehenen Orgelwettbewerben in Leipzig, Genf, Linz, Prag, Erfurt, Kazan, Lüneburg, Berlin, etc. und ausserdem Gastprofessor bei Meisterkursen in England, Deutschland, Polen und in Ungarn. Seit 1989 ist er der Gründer und Leiter des Budapester Bach-Chors.
Von 2007 bis 2009 war István Ella Dirigent beim Kodály Chor Debrecen.
István Ella hat viele erfolgreiche Gastspiele in fast allen Ländern Europas gegeben, seine Konzertreisen führten ihn auch in den Libanon, nach Kanada, Indien, Israel und in die Vereinigten Staaten von Amerika.
1999 wurde er mit dem Liszt-Preis ausgezeichnet und 2007 mit dem Ritterkreuz der Ungarischen Republik geehrt.


(Samstag)

Orgelklang 12

12:00

An den Ladegastorgeln: MICHAEL SCHÖNHEIT – Domorganist zu Merseburg

Programm 25. August 2018

Orgelklang 12
„Friedrich Ladegast zum 200. Geburtstag“

An der großen Ladegastorgel

Johann Sebastian Bach (1685-1750)  
Concerto G-Dur BWV 592
(nach Johann Ernst von Sachsen-Weimar)
ohne Bezeichnung- Grave- Presto

Begrüßung

An der kleinen Ladegastorgel

Johann Gottfried Walther (1684-1748) 
Partita sopra "Jesu meine Freude"            

Lesung

An der großen Ladegastorgel

Johann Christian Leberecht Kittel (1732-1809) 
Aus: „Große Präludien für die Orgel“   
Präludium d -Moll  

Michael Gotthard Fischer (1773-1829) 
Aus: „Zwölf Orgelstücke von verschiedener Art“ op. 9
Vorspiel zu dem Liede: "Befiehl du deine Wege" (Nr. 2)
Nachspiel fürs volle Werk: Sehr feurig und bestimmt (Nr. 12)

Lesung und Segenswort

An der großen Ladegastorgel

August Gottfried Ritter (1811-1885) 
Sonate Nr. 1 für Orgel, d-moll, op. 11
(komponiert 1845  in Merseburg)
Allegro, Andante, Adagio – Andante –  Allegro, Adagio-
Andante con moto – Allegro, Andante, Adagio

An den Ladegastorgeln: MICHAEL SCHÖNHEIT – Domorganist

Geistliches Wort: Pfarrer i.R. Hartmut Richter           
    
VITA

Michael Schönheit, geboren in Saalfeld, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei seinem Vater Walter Schönheit und war Mitglied der Thüringer Sängerknaben. Von 1978 - 1985 studierte er Dirigieren, Klavier und Orgel an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“. 1984 wurde er Preisträger des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig. 
Von 1985 bis 1991 war er als Organist und Kantor in Saalfeld tätig. 1986 wurde er zum Gewandhausorganisten berufen. Hier umfasst sein Wirkungsbereich die Gestaltung der Gewandhausorgelkonzerte, thematischer Zyklen, die Mitwirkung in den Gewandhauskammermusiken sowie Auftritte als Solist mit dem Gewandhausorchester.
Seit 1994 ist Michael Schönheit künstlerischer Leiter der Merseburger Orgeltage, die sich zu einem der führenden Orgelfestivals in Deutschland entwickelt haben. Seit 1996 ist Schönheit zudem Domorganist in Merseburg.
Im Jahre 1998 gründete er das Ensemble Merseburger Hofmusik, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Musik vom 17. bis zum 19. Jahrhundert auf Instrumenten historischer Mensur zu spielen.
Von 1998 bis 2005 leitete Michael Schönheit den Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg.
Michael Schönheit ist darüber hinaus ein gefragter Gastorganist. Seine Konzerttätigkeit erstreckt sich über die europäischen Länder hinaus bis in die USA und nach Japan.
Als Solist gastierte er neben dem Gewandhausorchester bei so renommierten Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Münchner Philharmonikern, dem Konzerthausorchester Berlin, der Dresdner Philharmonie, dem Orchestra  dell’ Accademia Nazionale di Santa Cecilia  Rom,  dem New York Philharmonic Orchestra u.v.a.. Bei zahlreichen internationalen Wettbewerben ist er als Jurymitglied tätig. Neben seiner Tätigkeit als Organist und Ensembleleiter widmet sich Schönheit seit vielen Jahren dem historischen Hammerklavier. Er spielt einen historischen Hammerflügel der Firma John Broadwood aus dem Jahre 1805 und einen Hammerflügel von Franz Bayer Wien aus der Zeit um 1825.
Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen ergänzen sein vielseitiges künstlerisches Wirken.  So erschienen in den Jahren 2005 und 2006  bei MDG viel beachtete CDs mit Werken von J.S. Bach, F. Liszt, J. Reubke und M. Reger auf der großen Ladegast-Orgel im Merseburger Dom. 2010 erschien bei Decca die Einspielung der Sechs Brandenburgischen Konzerte von Bach mit dem Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly, bei der Schönheit den Cembalosolopart des 5. Brandenburgischen Konzertes übernahm.  Mit der Merseburger Hofmusik erschien  im Jahre 2013  beim Verlag Kamprad die Gesamteinspielung des  Orchester- und Kantatenwerkes von Johann Ludwig Krebs. Dieser Produktion folgten beim gleichen Verlag 2016 die Veröffentlichung von Joseph Haydn's Oratorium "Schöpfung",des Requiems op. 144b von Max Reger und des „Deutschen Requiems“ von Johannes Brahms. In diesem Jahr erscheint zum 20-jährigen Bestehen der Merseburger Hofmusik und des 25-jährigen Bestehens des Collegium Vocale Leipzig eine Produktion der Messe H-Moll von Johann Sebastian Bach.  Zum 200. Geburtstag von Friedrich Ladegast am 30. August 2018 erscheint eine Einspielung des historischen  Konzertprogramms zur Einweihung der Merseburger Domorgel Friedrich Ladegasts aim Jahre 1855.
Für seine Verdienste um die Restaurierung der Merseburger Domorgel und die Entwicklung der Merseburger Orgeltage zu einem Festival von hohem Rang wurde Michael Schönheit im Jahre 2015 mit dem Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.


(Samstag)

Orgelklang 12

12:00

An den Ladegastorgeln: JAN ERNST – Domorganist zu Schwerin

Programm 1. September 2018

Orgelklang 12
„Friedrich Ladegast zum 200. Geburtstag“

Georg Friedrich Händel (1685-1759) 
aus dem Concerto F-Dur  HWV 295
„Kuckuck und Nachtigall“  
für Orgel solo bearbeitet von Klemens Schnorr
Larghetto - Allegro

Begrüßung

Johann Christoph Bach (1642-1703)
Aria und Variationen a-Moll

Lesung

Justinus Heinrich Knecht (1752-1817)       
Rondo F-Dur

Moritz Brosig (1815-1887)               
Praeludium und Fuge g-Moll, op. 3, 5

Lesung und Segenswort

Cor Kee (1900-1997)                
Variationen über das niederländische Lied
„Merck toch hoe sterck“

An den Ladegastorgeln: JAN ERNST – Domorganist zu Schwerin

Geistliches Wort: Ordinierte Theologin Ilka Reckmann

VITA
Jan Ernst ist seit 1993 Kantor und Organist am Schweriner Dom. Dort spielt er an der eindrucksvollen romantischen Orgel  von Friedrich Ladegast, gleichsam der „jüngeren Schwester“ der Merseburger Orgel. Außerdem unterrichtet er an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.
Für sein Instrumentalspiel  lernte Jan Ernst viel von den alten Orgeln seiner ostfriesischen Heimat, ganz besonders beeinflusste ihn der Umgang mit der Arp Schnittger Orgel in Norden. Und natürlich verdankt er viel den Professoren, die seine Studien betreuten: Harald Vogel an der Norddeutschen Orgelakademie, Rose Kirn in Hamburg und Hans van Nieuwkoop am Sweelinck Conservatorium Amsterdam.


(Samstag)

Orgelklang 12

12:00

An den Ladegastorgeln: MARTINA APITZ – Köthen

Programm 22. September 2018

Orgelklang 12
„Friedrich Ladegast zum 200. Geburtstag“

An der kleinen Ladegastorgel

Robert Hövker 1866-1931)
Einleitung und Doppelfuge g-Moll

Begrüßung

An der großen Ladegastorgel

Eduard Thiele (1812-1895)
Phantasie D-Dur

Lesung

Charles Widor (1844-1937)
Cantabile aus der Orgelsinfonie Nr.8

Lesung und Segenswort: Superintendentin Christiane Kellner

Johann Sebastian Bach
Toccata, Adagio und Fuge C - Dur BWV 564

An den Ladegastorgeln: MARTINA APITZ – Organistin und Kantorin an der St. Jakobskirche zu Köthen

VITA
Martina Apitz, geboren in Halle, erhielt ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Nach ihrem Studium wurde sie Organistin und Kantorin an der St. Jakobskirche zu Köthen. Dort steht ihr eine der großen dreimanualigen Werke des Orgelbauers Friedrich Ladegast zur Verfügung. Zudem ist sie seit 1983 die Leiterin und Dirigentin des Köthener Bachchores. Unter ihrer Leitung wurden viele Male das Weinachtsoratorium, die Johannes- und Matthäuspassion, das Magnificat, die H-Moll-Messe und zahlreiche Kantaten von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Werke von Heinrich Schütz, Georg Philipp Telemann, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms gehören ebenfalls zum reichhaltigen Repertoire des Köthener Bachchores. Seit der Bachchor unter der Trägerschaft der Anhaltischen Landeskirche wirkt, stehen darüber hinaus regelmäßige Gottesdienstgestaltung und Mitwirkung am Gemeindeleben der St. Jakobusgemeinde im Programm.


(Samstag)

Orgelklang 12

12:00

An den Ladegastorgeln: LIENE ANDRETA KALNCIEMA – Riga

Programm 29. September 2018

Orgelklang 12
„Friedrich Ladegast zum 200. Geburtstag“

An der großen Ladegastorgel

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Fantasie in G - Dur BWV 572

Begrüßung

An der kleinen Ladegastorgel

Marģeris Zariņš (Lettland, 1910–1993)
Zwei Stücke aus der Suite „Kurzemes baroks“
[Courland Baroque] (1979)
Ugāle Sarabande - Lestene Rose Tree

Der Komponist und Schriftsteller Marģeris Zariņš (1910-1993) ist einer der bemerkenswertesten und international anerkannten lettischen Künstler. Er komponierte viel Vokal- und Instrumentalmusik, Symphonische-, Orgel-  und Bühnenwerke und hinterließ ein vielfältiges literarisches Oeuvre. Seine Musik zeichnet sich durch ein vielschichtiges, fantasievolles, und  dramatisches Denken aus, das mit Stilen verschiedener historischer Epochen spielt. Von humorvoll und drastisch bis hin zu scharf ironisch und intensiv grotesk reicht die Palette seiner musikalischen Charaktere.

Lesung

An der großen Ladegastorgel

Alfrēds Kalniņš (Lettland, 1879–1951)
Fantasy in G Minor (1902)

Der lettische Komponist Alfrēds Kalniņš war ein Meister des Sololiedes und einer der Begründer der lettischen Oper. Er war auch ein ausgezeichneter Organist und komponierte neben zahlreichen Klavierwerken auch einige Orgelwerke. Kein Organist in Lettland wurde ohne die Musik von Alfrēds Kalniņš ausgebildet.
Die früh entstandene Fantasy in g-Moll kündet von einem unabhängigen und originellen Talent. Kalniņš verwendet ausdrucksstarke Figuren der Orgeltexturen – Parallelen zu kontrastierenden Passagen und meisterliche Pedalpassagen.

Lesung und Segenswort

An der großen Ladegastorgel

Franz Liszt (1811–1886)
Choral Nun danket alle Gott

Franz Liszt komponierte den Choral  „Nun danket alle Gott“ zur Einweihung der Walcker-Orgel im Rigaer Dom im Jahre 1884.

Franz Liszt
Consolation Des-Dur

Aivars Kalējs (1951)
Toccata über den Choral
„Allein Gott in der Höh’ sei Ehr“

Aivars Kalējs (1951) absolvierte seine musikalische Ausbildung in den Fächern Komposition und  Orgel. Als Organist hat Kalējs praktisch alle europäischen Länder sowie die Vereinigten Staaten, Kanada und Japan besucht. Seine Toccata über den Choral "Allein Gott in der Höh sei Ehr" entstand imJahre 1998.

An den Ladegastorgeln: LIENE ANDRETA KALNCIEMA – Rīga

Geistliches Wort: Kreisschulgemeindepädagoge Thomas Groß

VITA

Liene Andreta Kalnciema ist sowohl anerkannte Pianistin als auch Organistin. Sie studierte zunächst Klavier in der Klasse von Prof. Ventis Zilberts an der Lettischen Staatlichen Jāzeps Vītols Musikakademie in Riga, welches sie mit dem Magisterdiplom 2006 abschloss. Ihr Klavierstudium setzte sie in Tallinn (Prof. Ivari Ilja) fort. Im Jahre 2011 beendete sie ihr  Orgelstudium unter der Leitung von Professorin Vita Kalnciema in der Rigaer Musikakademie.
Liene Andreta Kalnciema besucht regelmäßig Meisterklassen renommierter Organisten und ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe: Klavierwettbewerb D. Milhaud (1997), N. Rubinstein (1998), S. Vainiūnas (2001), Petr Eben Orgelwettbewerb (2010, 1.Preis und Auszeichnung für die beste Interpretation), Cesar Franck Orgelwettbewerb (2013) und Wadden Sea Orgelwettbewerb, Dänemark (2017).
Sie konzertiert regelmäßig sowohl im Rigaer Dom als auch in Estland, Litauen, Deutschland, Finnland, Niederlande, Kanada, Tschechien, Weißrussland, Polen, Belgien und Schweden. Seit 2006 ist sie Titularorganistin an der Martinskirche und Korrepetitorin an der Lettischen Staatlichen Jāzeps Vītols Musikakademie in Rīga.


(Samstag)

Orgelklang 12

12:00

An den Ladegastorgeln: MARCELL FLADERER-ARMBRECHT – Domorganist zu Brandenburg

Programm 13. Oktober 2018

Orgelklang 12
„Friedrich Ladegast zum 200. Geburtstag“

An der großen Ladegastorgel:

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Sonate in c-Moll, op.65 Nr. 2
Grave – Adagio – Allegro maestoso e vivace –
Fuga (Allegro moderato)

Begrüßung

An der kleinen Ladegastorgel:

Samuel Scheidt (1587-1654)
Paduane Lachrymae

Lesung

An der großen Ladegastorgel:

Dietrich Buxtehude (1637-1707)
Passacaglia BuxWV 161

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Passacaglia c-Moll BWV 582

Lesung und Segenswort

An der großen Ladegastorgel:

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sonate in A-Dur, op.65 Nr. 3
Con moto maestoso - Andante tranquillo

An den Ladegastorgeln: MARCELL FLADERER-ARMBRECHT – Domorganist zu Brandenburg

Geistliches Wort: N. N.


VITA

Marcell Fladerer-Armbrecht studierte Kirchenmusik und Orgel in Detmold und Berlin. Seine Kirchenmusikstudien schloss er 2008 mit dem A-Diplom ab. Es schloss sich ein postgraduiertes Studium im Konzertfach Orgel an, welches Marcell Fladerer-Armbrecht im Jahr 2010 mit Konzerten in Berlin und Tangermünde mit dem Erwerb des Konzertexamens beendete.
Zu seinen prägenden Lehrern zählten Andreas Sieling, Paolo Crivellaro, Leo van Doeselaar, Wolfgang Seifen in den Fächern Orgel und Orgelimprovisation. Im Fach Chorleitung beeinflussten ihn insbesondere die Professoren Uwe Gronostay und Kai-Uwe Jirka. Er nahm an zahlreichen Meisterkursen teil und spezialisierte sich im Bereich Orgel auf die vorbachsche Renaissance- und Barockmusik. Konzertreisen führten ihn als Organist und Chorleiter u.a. an die Hauptkirchen im deutschsprachigen Raum sowie an die großen Kathedralen Englands und Norwegens. 2015 erschien seine erste CD „Beständig-Neu“ mit Werken von Johann Sebastian Bach.
2005 trat er eine erste Kantorenstelle in Tegel-Süd an. Von 2008-2012 war er Kreiskantor in Berlin-Schöneberg, seit Oktober 2012 ist er Kantor am Brandenburger Dom St. Peter und Paul. Neben den Ensembles am Dom leitete er freiberuflich den Kreuzberger Kammerchor von 2010-2015.


(Samstag)

Orgelklang 12

12:00

An den Ladegastorgeln: MICHAEL SCHÖNHEIT – Domorganist zu Merseburg

Programm 20. Oktober 2018

Orgelklang 12
„Friedrich Ladegast zum 200. Geburtstag“


Begrüßung


An der großen Ladegastorgel

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Toccata d – Moll BWV 538, 1

Johannes Brahms (1833-1897)
Aus: „Elf Choralvorspiele“ op. 122
„O Welt, ich muß dich lassen“ (Nr. 3)

Robert Schumann (1810-1856)
Aus: „Sechs Fugen über den Namen BACH“ op. 60
Fuge Nr.1 Langsam, nach und nach schneller werden

Lesung

An der kleinen Ladegastorgel

Johann Sebastian Bach
Aus dem „Orgelbüchlein“
„Mit Fried und Freud, ich fahr dahin“ BWV 616
„Wer nur den lieben Gott lässt walten“ BWV 642

Johannes Brahms
Aus: „Elf Choralvorspiele“ op. 122
„Schmücke dich, o liebe Seele“ (Nr. 5)
„Herzlich tut mich verlangen“ (Nr. 9)

Lesung und Segenswort

An der großen Ladegastorgel

Robert Schumann
Aus: „Sechs Fugen über den Namen BACH“ op. 60
Fuge Nr. 6 Mässig, nach und nach schneller

Johannes Brahms
Aus: „Elf Choralvorspiele“ op. 122
„O Welt, ich muß dich lassen“ (Nr. 11)

Johann Sebastian Bach
Fuge d – Moll BWV 538, 2

An den Ladegastorgeln: MICHAEL SCHÖNHEIT – Domorganist

Geistliches Wort: N. N.

VITA

Michael Schönheit, geboren in Saalfeld, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei seinem Vater Walter Schönheit und war Mitglied der Thüringer Sängerknaben. Von 1978 - 1985 studierte er Dirigieren, Klavier und Orgel an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“.
1984 wurde er Preisträger des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig. 
Von 1985 bis 1991 war er als Organist und Kantor in Saalfeld tätig. 1986 wurde er zum Gewandhausorganisten berufen. Hier umfasst sein Wirkungsbereich die Gestaltung der Gewandhausorgelkonzerte, thematischer Zyklen, die Mitwirkung in den Gewandhauskammermusiken sowie Auftritte als Solist mit dem Gewandhausorchester.
Seit 1994 ist Michael Schönheit künstlerischer Leiter der Merseburger Orgeltage, die sich zu einem der führenden Orgelfestivals in Deutschland entwickelt haben. Seit 1996 ist Schönheit zudem Domorganist in Merseburg.
Im Jahre 1998 gründete er das Ensemble Merseburger Hofmusik, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Musik vom 17. bis zum 19. Jahrhundert auf Instrumenten historischer Mensur zu spielen.
Von 1998 bis 2005 leitete Michael Schönheit den Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg.
Michael Schönheit ist darüber hinaus ein gefragter Gastorganist. Seine Konzerttätigkeit erstreckt sich über die europäischen Länder hinaus bis in die USA und nach Japan.
Als Solist gastierte er neben dem Gewandhausorchester bei so renommierten Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Münchner Philharmonikern, dem Konzerthausorchester Berlin, der Dresdner Philharmonie, dem Orchestra dell’ Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom, dem New York Philharmonic Orchestra u.v.a..
Bei zahlreichen internationalen Wettbewerben ist er als Jurymitglied tätig.
Neben seiner Tätigkeit als Organist und Ensembleleiter widmet sich Schönheit seit vielen Jahren dem historischen Hammerklavier. Er spielt einen historischen Hammerflügel der Firma John Broadwood aus dem Jahre 1805 und einen Hammerflügel von Franz Bayer Wien aus der Zeit um 1825.
Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen ergänzen sein vielseitiges künstlerisches Wirken. So erschienen in den Jahren 2005 und 2006 bei MDG viel beachtete CDs mit Werken von J.S. Bach, F. Liszt, J. Reubke und M. Reger auf der großen Ladegast-Orgel im Merseburger Dom. 2010 erschien bei Decca die Einspielung der Sechs Brandenburgischen Konzerte von Bach mit dem Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly, bei der Schönheit den Cembalosolopart des 5. Brandenburgischen Konzertes übernahm. Mit der Merseburger Hofmusik erschien im Jahre 2013 beim Verlag Kamprad die Gesamteinspielung des Orchester- und Kantatenwerkes von Johann Ludwig Krebs. Dieser Produktion folgten beim gleichen Verlag 2016 die Veröffentlichung von Joseph Haydn's Oratorium „Schöpfung“, des Requiems op. 144b von Max Reger und des „Deutschen Requiems“ von Johannes Brahms. In diesem Jahr erscheint zum 20-jährigen Bestehen der Merseburger Hofmusik und des 25-jährigen Bestehens des Collegium Vocale Leipzig eine Produktion der Messe H-Moll von Johann Sebastian Bach.
Zum 200. Geburtstag von Friedrich Ladegast am 30. August 2018 erscheint eine Einspielung des historischen Konzertprogramms zur Einweihung der Merseburger Domorgel Friedrich Ladegasts im Jahre 1855.
Für seine Verdienste um die Restaurierung der Merseburger Domorgel und die Entwicklung der Merseburger Orgeltage zu einem Festival von hohem Rang wurde Michael Schönheit im Jahre 2015 mit dem Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.


(Samstag)

Orgelklang 12

12:00

An den Ladegastorgeln: STEFAN MÜCKSCH – Domkantor zu Merseburg

Programm 27. Oktober 2018

Orgelklang 12
„Friedrich Ladegast zum 200. Geburtstag“


An der großen Ladegastorgel


Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Fantasia g-Moll BWV 542

Begrüßung

An der kleinen Ladegastorgel

Christian Ritter (1645-1725)
Sonatina

Lesung

An der großen Ladegastorgel

Rudolf Bibl (1832-1902)
Aus: „Sechs Charakterstücke für Orgel“ op.64
Frage und Pastorale

Franz Liszt (1811-1886)
Trauerode

Das Gebet, eine Meditation über den Tod, entstand nach dem plötzlichen Tod von Liszts Sohn Daniel im Dezember 1859 in Berlin. Die Antwort auf die schmerzliche Frage Où sont-ils? Qui nous le dira? (Wo sind sie? Wer wird es uns sagen?) lautet: Heureux les morts qui meurent dans le Seigneur (Selig die Toten, die in dem Herrn sterben).

Lesung und Segenswort

An der großen Ladegastorgel

Percy Fletcher (1879-1932)
Fountain Reverie und Festival Toccata

An den Ladegastorgeln: STEFAN MÜCKSCH - Domkantor

Geistliches Wort: Ordinierte Theologin Ilka Reckmann

VITA

1968 geboren, wurde Stefan Mücksch nach seinem Studium an der Kirchenmusikhochschule in Halle 1996 zum Organisten und Kantor der Evangelischen Kirchengemeinde Merseburg berufen.
Musikalisch geprägt durch sein Elternhaus erhielt er frühzeitig Geigen- und Klavierunterricht, später auch Orgelunterricht. Bereits während seines Studiums trat er mit eigenen Aufführungen und Konzerten hervor. In Merseburg ist Stefan Mücksch um ein breites musikalisches Angebot in Gottesdiensten und Konzerten bemüht und hat sehr erfolgreich die „Konzertreihe in der Stadtkirche Merseburg“ begründet, die alljährlich hunderte Musikfreunde anzieht. Als Leiter der Merseburger Domkantorei und des Ensembles CANTIAMO – Junge Kantorei Merseburg gelingt es Stefan Mücksch immer wieder, große Oratorien und chorsinfonische Werke zu erarbeiten und im Rahmen der Konzertreihen in der Stadtkirche und des Domes sowie der Merseburger Orgeltage zur Aufführung zu bringen. Dabei arbeitet er mit namhaften Solisten und Orchestern zusammen, so u.a. mit der Staatskapelle Halle, der Anhaltischen Philharmonie Dessau, der Jenaer Philharmonie oder der Merseburger Hofmusik. Zu den Höhepunkten gehörten u.a. die Aufführungen des Oratoriums „In terra Pax“ von Frank Martin, der Lettner-Passion von Reinhard Ohse und die Krönungsmesse von Franz Liszt. Zahlreiche Kantaten von J.S. Bach sowie bekannte Werke z.B. das Mozart-Requiem, die Johannespassion und das Weihnachtsoratorium gehören mittlerweile zum regelmäßigen Programm in der Arbeit mit den Chören Merseburgs. Auch größere Kompositionen der Romantik wie z.B. das „Gloria“ von F. Poulenc, das Te Deum von A. Bruckner, das Requiem und das Stabat Mater von A. Dvorak sowie die 2. Sinfonie („Lobgesang“), der Elias und Paulus (alles von Mendelssohn), konnten erfolgreich zur Aufführung gebracht werden.
Informationen über die Kirchenmusik in Merseburg auch über: www.kirchenmusik-merseburg.de