Orgelklang 12

Im Gedenken an den 175. Todestag
von Felix Mendelssohn Bartholdy am 4. November
An den Ladegastorgeln: DOMORGANIST MICHAEL SCHÖNHEIT

Programm 22. September 2018

Orgelklang 12
Im Gedenken an den 175. Todestag von Felix Mendelssohn Bartholdy am 4. November 2022“

An der großen Ladegastorgel:

August Wilhelm Bach (1796 – 1869)                     
Introduction zur Fuge g – Moll BWV 542, 2

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Fuge g – Moll (dorisch) BWV 542, 2

Begrüßung

An der kleinen Ladegastorgel:

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
Andante D – Dur  MWV W6           

Lesung

An der großen Ladegastorgel:

Felix Mendelssohn Bartholdy          
• Choralpartita „Wie groß ist des Allmächtgen Güte“ MWV W 8
• Choral (aus M.G.Fischers Choralbuch)
• Cantus firmus im Pedal – Canone – Cantus firmus im Sopran

Lesung

Johann Sebastian Bach
• Aus den Leipziger Chorälen
• „Schmücke dich, o liebe Seele“ BWV 654 in der Registrierung von Felix Mendelssohn Bartholdy

Segenswort

Felix Mendelssohn Bartholdy
Präludium und Fuge c – Moll, op. 37, 1      

An der großen Ladegastorgel: DOMORGANIST MICHAEL SCHÖNHEIT

VITA

Michael Schönheit, geboren in Saalfeld, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei seinem Vater Walter Schönheit und war Mitglied der Thüringer Sängerknaben. Von 1978 - 1985 studierte er Dirigieren, Klavier und Orgel an der Hochschule für Musik "Felix Mendelssohn Bartholdy". 1984 wurde er Preisträger des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig.
Von 1985 bis 1991 war er als Organist und Kantor in Saalfeld tätig. 1986 wurde er zum Gewandhausorganisten berufen. Hier umfasst sein Wirkungsbereich die Gestaltung der Gewandhausorgelkonzerte, thematischer Zyklen, die Mitwirkung in den Gewandhauskammermusiken sowie Auftritte als Solist mit dem Gewandhausorchester.
Seit 1994 ist Michael Schönheit künstlerischer Leiter der Merseburger Orgeltage, die sich zu einem der führenden Orgelfestivals in Deutschland entwickelt haben. Seit 1996 ist Schönheit zudem Domorganist in Merseburg.
Im Jahre 1998 gründete er das Ensemble Merseburger Hofmusik, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Musik vom 17. bis zum 19. Jahrhundert auf Instrumenten historischer Mensur zu spielen.
Von 1998 bis 2005 leitete Michael Schönheit den Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg.
Michael Schönheit ist darüber hinaus ein gefragter Gastorganist. Seine Konzerttätigkeit erstreckt sich über die europäischen Länder hinaus bis in die USA und nach Japan.
Auf zahlreichen Festivals ist Michael Schönheit regelmäßig zu Gast. Am 9. April 2019 gastierte er erstmals in Notre- Dame de Paris. Im August desselben Jahres debütierte er bei den Proms der BBC mit einem Bachprogramm in der Royal Albert Hall, London.
Als Solist gastierte er neben dem Gewandhausorchester bei so renommierten Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Münchner Philharmonikern, dem Konzerthausorchester Berlin, der Dresdner Philharmonie, dem Orchestra  dell’ Accademia Nazionale di Santa Cecilia  Rom,  dem New York Philharmonic Orchestra, dem DR SymfoniOrkestret (DRSO) Kopenhagen  u.v.a.
Bei zahlreichen internationalen Wettbewerben ist er als Jurymitglied tätig.
Neben seiner Tätigkeit als Organist und Ensembleleiter widmet sich Schönheit seit vielen Jahren dem historischen Hammerklavier. Er spielt einen historischen Hammerflügel der Firma John Broadwood aus dem Jahre 1805 und einen Hammerflügel von Franz Bayer Wien aus der Zeit um 1825.
Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen ergänzen sein vielseitiges künstlerisches Wirken. So erschienen in den Jahren 2005 und 2006 bei MDG viel beachtete CDs mit Werken von J.S. Bach, Liszt, J. Reubke und M. Reger auf der großen Ladegast-Orgel im Merseburger Dom. Zum 200. Geburtstag von Friedrich Ladegast im Jahre 2018 folgte die Veröffentlichung des historischen Konzertprogramm von 1855 zur Einweihung der Merseburger Domorgel Friedrich Ladegasts bei dem Verlag Querstand in Altenburg. 2010 erschien bei Decca die Einspielung der Sechs Brandenburgischen Konzerte von Bach mit dem Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly, bei der Schönheit den Cembalo-Solopart des 5. Brandenburgischen Konzertes übernahm.
Mit der Merseburger Hofmusik erschien  im Jahre 2013  beim Verlag Querstand die Gesamteinspielung des  Orchester- und Kantatenwerkes von Johann Ludwig Krebs, es folgten  2016 die Veröffentlichung von Joseph Haydns Oratorium „Schöpfung“, des Requiems op. 144b von Max Reger und des „Deutschen Requiems“ von Johannes Brahms auf Originalinstrumenten. Schließlich erschien 2018 zum 20-jährigen Bestehen der Merseburger Hofmusik und dem 25-jährigen Bestehens des Collegium Vocale Leipzig eine sehr gelobte Einspielung der Hohen Messe h -Moll von Johann Sebastian Bach unter der Leitung von M. Schönheit.
Für seine Verdienste um die Restaurierung der Merseburger Domorgel und die Entwicklung der Merseburger Orgeltage zu einem Festival von hohem Rang wurde Michael Schönheit im Jahre 2015 mit dem Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.


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