Merseburger DomMusik 2020

Die Dommusik ist eine Veranstaltungsreihe der Stadt Merseburg
in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Musik und Denkmalpflege
und mit freundlicher Unterstützung der Vereinigten Domstifter.


Samstag, 9. Mai 2020

Eröffnung der Merseburger DomMusik

Geistliche Musik der Romantik
ELISABETH MÜCKSCH, CLARA BARBIER, MARTINA MÜLLER,
BERNADETTE BECKERMANN – Sopran,
FLORENCE PETTET, HENRIETTE GÖDDE, HANNA HAGEL,
ELISABETH WREDE – Alt,
Leitung: GREGOR MEYER,
An der Ladegastorgel: DOMORGANIST MICHAEL SCHÖNHEIT

Wird zum gleichen Zeitpunkt als Aufzeichnung gesendet.
Am Sonnabend, dem 9. Mai um 17 Uhr, lädt das Evangelische Kirchspiel Merseburg an Stelle der Dommusik zur Motette in den Dom ein.

Programm

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
Präludium c-Moll op. 37, 1a

Felix Mendelssohn Bartholdy
Drei Motetten op. 39
für weibliche Stimmen mit Begleitung der Orgel
(Für die Nonnen auf Trinitá de‘ monti Rom)
1. Veni Domine (Herr erhöre uns)
2. Laudate pueri (Ihr Kinder Israel)
3. Dominica II post Pascha (Am II. Sonntag nach Ostern)

Felix Mendelssohn Bartholdy
Fuge c-Moll op. 37, 1b

Johannes Brahms (1833 - 1897)
Psalm 13, op. 27
„Herr, wie lange willst du mein sogar vergessen“
für Frauenchor und Orgel

Franz Liszt (1811 - 1886)
„Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“
Präludium für Klavier für die Orgel im Dom zu  Merseburg
übertragen von Alexander Winterberger (1834 – 1914)

Franz Liszt
„O salutaris hostia“
für Frauenchor mit Orgelbegleitung

Franz Liszt
„Ave Maria“
für Orgel mit Gesang

Max Reger (1873 - 1916)
Zwei Gesänge für Frauenchor zu vier Stimmen op. 111, c
1. „Im Himmelreich ein Haus steht“
2. „Abendgang im Lenz“


Sonntag, 7. Juni 2020

Eröffnungskonzert des Orgelsommers im Merseburger Land

Zur 250. Wiederkehr des Geburtstages (18. Februar) von Ch. H. Rinck (1770-1846)
und im Gedenken an den 150. Todestag (8. Juni) von Johann Gottlob Töpfer (1791 - 1870)
Werke von Johann Sebastian Bach, Christian Heinrich Rinck,
Johann Christian Leberecht Kittel, Johann Adolf Hesse, Johann Gottlob Töpfer,
Alexander Wilhelm Gottschlag und Franz Liszt
An den Ladegastorgeln: MICHAEL SCHÖNHEIT
(Veranstalter: Freundeskreis Musik und Denkmalpflege in Kirchen des Merseburger Landes e.V.)
(AK 10 €)


Sonntag, 28. Juni 2020

Kammermusik im Kreuzgang

„Beethoven 250 – Eroica“
Werke von Ferdinand Ries und Ludwig van Beethoven
EVA SALONEN – Violine, KATHARINA DARGEL – Viola, STEPHAN WÜNSCH – Violoncello
MICHAEL SCHÖNHEIT – Klavier
(VVK 15 €, erm. 12 €, AK 18 €, erm. 15 €)

Programm

„Beethoven 250“
Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 3, die  „Eroica“
im kammermusikalischen Gewand

Ganz im Zeichen des 250. Geburtstages Ludwig van Beethovens
steht die DomMusik am Sonntag, dem 28. Juni um 17 Uhr im Kreuzgang des Merseburger Domes.
Beethovens berühmte „Eroica“, die Sinfonie Nr. 3 Es-Dur erklingt in einer Fassung für Violine, Viola, Violoncello und Klavier von Ferdinand Ries, der vier Jahre lang Beethovens Schüler, Kopist und Privatsekretär war.
Ries, dessen„Biographische Notizen über Ludwig van Beethoven“ noch immer die verlässlichste Quelle über das Leben Beethovens sind, arrangierte eine ganze Reihe von Beethovens Werken für unterschiedlichste Besetzungen.  In der Zeit des bürgerlich-häuslichen Musizierens, in der ein Klavier in jeder guten Stube stand, waren derartige Bearbeitungen sehr willkommen und steigerten zudem die Verkaufszahlen der Musikverleger beträchtlich. Die Sinfonia eroica hat Ries erst nach dem Tod des Meisters für Klavierquartett bearbeitet. Sie erschien 1857  im Verlag von Nikolaus Simrock.
Es musizieren Eva Salonen – Violine, Katharina Dargel – Viola, Stephan Wünsch – Violoncello und Michael Schönheit. Er spielt den Klavierpart auf einem Flügel der Leipziger Klavierbaufirma Julius Blüthner aus dem Jahre 1857.

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Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)

Sinfonia Eroica Es – Dur op. 55 für Klavierquartett bearbeitet
von Ferdinand Ries (1784 – 1838)

Allegro con brio
Marcia Funebre (Adagio assai)
Menuetto Scherzo (Allegro vivace)
Finale (Allegro molto, poco Andante, Presto)

EVA SALONEN – Violine
KATHARINA DARGEL – Viola
STEPHAN WÜNSCH – Violoncello
MICHAEL SCHÖNHEIT – Klavier
(Flügel: Klavierbaufirma Julius Blüthner, Leipzig 1857)


Sonntag, 12. Juli 2020

Thomanerchor Leipzig

Es erklingen Werke von Heinrich Schütz, Johann Hermann Schein,
Johann Sebastian Bach u.a.
Thomanerchor Leipzig in der Besetzung der Gustav-Schreck-Kantorei
(Gustav Schreck, Thomaskantor zu Leipzig von 1893 - 1918)
Leitung: THOMASKANTOR GOTTHOLD SCHWARZ
An der Ladegastorgel:
GEWANDHAUSORGANIST MICHAEL SCHÖNHEIT - DOMORGANIST ZU MERSEBURG
(Eine Veranstaltung des Kirchspiels Merseburg)


Dienstag, 28. Juli 2020

Orgelkonzert zum 270. Todestag 
von Johann Sebastian Bach

An Stelle des erkrankten Organisten FRANZ HAUK aus Ingolstadt spielt DOMORGANIST MICHAEL SCHÖNHEIT das historische Konzertprogramm, welches Felix Mendelssohn Bartholdy am 6. August 1840 in der Thomaskirche Leipzig gab.
(VVK 15 €, erm. 12 €, AK 15 €, 12 €)

Zum Programm

„…um den cantus firmus hingen vergoldete Blättergewinde…“(Robert Schumann)

Orgelkonzert zum 270. Todestag von JohannSebastian Bach

An Stelle des erkrankten Organisten des Liebfrauenmünsters  zu Ingolstadt, FRANZ HAUK  spielt DOMORGANIST MICHAEL SCHÖNHEIT die Rekonstruktion des Orgelkonzertes von Felix Mendelssohn Bartholdy, das dieser vor 180 Jahren  am 6. August 1840 in der Thomaskirche zu Leipzig zu Gunsten der Errichtung eines Bachdenkmals gab. In diesem Programm spielte Mendelssohn Orgelwerke von Johann Sebastian Bach. Neben den Präludien und Fugen Es-Dur BWV 552 , und a-Moll BWV 543, dem berühmten Orgelchoral „Schmücke dich, o liebe Seele“ auf welches sich das oben angeführte Zitat Robert Schumanns bezieht, der großen Passacaglia c - Moll erklang auch Bachs berühmte Toccata und Fuge d-Moll. Den Abschluss des Konzertes  bildete eine Improvisation Mendelssohns über den Namen BACH verbunden mit dem Choral „O Haupt voll Blut und Wunden“. 
Robert Schumann schrieb: diese Improvisation, „ ....rundete sich zu einem so klaren, meisterhaften Ganzen, dass es gedruckt ein fertiges Kunstwerk gäbe.
MICHAEL SCHÖNHEIT wird eine freie Improvisation im Stile Mendelssohns unter Verwendung des berühmten Chorals „O Haupt voll Blut und Wunden“, dem BACH und einigen vorhandenen Skizzen Mendelssohns spielen.

Rekonstruktion des Orgelkonzertes von Felix Mendelssohn Bartholdy
am 6. August 1840 in der Thomaskirche zu Leipzig
zu Gunsten eines Bachdenkmals

Johann Sebastian Bach Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552

Choralbearbeitung „Schmücke dich, o liebe Seele“ BWV 654
Aus: „Achtzehn Choräle von verschiedener Art“

Präludium und Fuge a-Moll BWV 543

Passacaglia c-Moll BWV 582

Pastorale F-Dur BWV 590
 
Toccata und Fuge d-Moll BWV 565

Fantasie über den Choral ”O Haupt voll Blut und Wunden”
und Fuge über den Namen und BACH  (freie Improvisation von
Michael Schönheit im Stil von Felix Mendelssohn Bartholdy)

An der Ladegastorgel: DOMORGANIST MICHAEL SCHÖNHEIT

Kritik Robert Schumanns

Robert Schumann: Mendelssohns Orgelkonzert am 6. August 1840 in Leipzig

Mit goldnen Lettern möcht’ ich den gestrigen Abend in diesen Blättern aufzeichnen können. Es war ein Concert für Männer einmal, ein gutes Ganzes vom Anfang bis Ende. Wiederum fiel mir ein, wie man mit Bach doch niemals fertig, wie er immer tiefer wird, je mehr man ihn hört. Von Zelter, und später von Marx ist darüber Treffliches und Treffendes genug gesagt worden, und doch, hört man dann, so will es wieder scheinen, als ließe sich ihm mit dem bloßen Wortverstand nur von weitem beikommen. Die beste Versinnlichung und Erklärung seiner Werke bleibt nun immer die lebendige durch die Mittel der Musik selbst, und von wem dürfte man da eine treuere und wärmere erwarten, als von dem, der sie uns gestern gab, der die meisten Stunden seines Lebens gerade diesem Meister zugewandt, der der Erste war, der mit aller Kraft der Begeisterung das Andenken an Bach in Deutschland auffrischte, jetzt auch wieder den ersten Impuls gibt, daß sein Bild auch durch ein äußeres Zeichen dem Auge der Mitwelt näher gebracht werde. Hundert Jahre sind schon vergangen, ehe dies von Andern versucht, sollen vielleicht noch hundert vergehen, daß es zur Ausführung kömmt? Es ist nicht unsere Absicht, durch einen förmlichen Aufruf zu einem Denkmal für Bach etwa zu bitten; die für Mozart und Beethoven sind noch nicht fertig und es dürfte schon damit noch eine Zeit währen. Aber hier und da anregen möchte die Idee, die jetzt von hier ausgegangen, namentlich in den Städten, die sich in neuerer Zeit um Aufführung Bach’scher Werke besonders verdient gemacht, Berlin und Breslau, in denen es Viele geben wird, die wissen, was die Kunst Bach schuldet; es ist im kleinen Kreise der Musik kaum weniger, als was eine Religion ihrem Stifter. Mendelssohn spricht sich selbst in seinem das Concert ankündigenden Circular in klaren, einfachen Worten darüber aus: „Bis jetzt bekundet kein äußeres Zeichen in Leipzig das lebendige Andenken an den größsten Künstler, den diese Stadt je besessen. Einem seiner Nachfolger ist bereits die Ehre eines Denkmals in der Nähe der Thomasschule, zu Theil geworden, die Bach vor allen Andern gebührt; da aber in der jetzigen Zeit sein Geist und seine Werke mit neuer Kraft hervortreten, und die Theilnahme dafür in den Herzen aller wahren Musikfreunde nie verlöschen wird, so ist zu hoffen, daß ein solches Unternehmen bei den Bewohnern Leipzigs Anklang und Beförderung finden möge“ ec. ec. Daß nun der von solcher Künstlerhand geleitete Anfang ein würdiger war, und daß ihn ein den Zweck reich unterstützender Erfolg krönte, war zu erwarten. Wie Mendelssohn das königliche Instrument Bach’s zu handhaben versteht, ist schon anderweitig bekannt; und dann waren es lauter köstliche Kleinodien, die er gestern vorlegte, und zwar in herrlichster Abwechselung und Steigerung, die er nur zu Anfang gleichsam bevorwortete, und zum Ende mit einer Phantasie beschloß. Nach einer kurzen Einleitung spielte er eine Fuge in Es-Dur, eine gar prächtige auf drei sich über einander aufbauende Gedanken, hierauf eine Phantasie über den Choral „Schmücke dich o liebe Seele“, ein unschätzbares, seelentiefstes Musikstück, wie es irgend einem Künstlergemüth entsprungen, sodann ein groß-brillantes Präludium mit Fuge in A Moll, beide sehr schwierig auch für Meister auf der Orgel. Nach einer Pause folgte die Passacaille in C-Moll, 21 Variationen, genialisch genug in einander gewunden, daß man nur immer erstaunen muß, auch von Mendelssohn vortrefflich in den Registern behandelt, nach diesen eine Pastorella in F-Dur, wie nur irgend ein Musikstück dieses Charakters in tiefster Tiefe gedacht werden kann, der sich dann eine Toccata in A-Moll mit Bach’isch-humoristischem Präludium anschloß. Den Schluß machte eine Phantasie Mendelssohn’s, worin er sich denn zeigte in voller Künstlerglorie; sie war auf einen Choral, irr’ ich nicht, auf den Text „O Haupt voll Blut und Wunden“ basirt, in den er später den Namen Bach und einen Fugensatz einflocht, und rundete sich zu einem so klaren, meisterhaften Ganzen, daß es gedruckt ein fertiges Kunstwerk gäbe. Ein schöner Sommerabend glänzte zu den Kirchenfenstern herein; außen im Freien wird noch mancher den wunderbaren Klängen nachgesonnen haben, und wie es doch in der Musik nichts größeres gibt, als jenen Genuß der Doppelmeisterschaft, wenn der Meister den Meister ausspricht. Ruhm und Ehre dem alten wie dem jungen!

Quelle: NZfM, 13. Bd., Nr. 14, 15. August 1840, S. 56.
Anm.: Die von Mendelssohn gespielten Kompositionen Bachs waren BWV 552/2, 654, 543, 582, 590, 565. Die Rezension stammt von Robert Schumann.
Lit.: Matthias Pape, Mendelssohns Leipziger Orgelkonzert 1840. Ein Beitrag zur Bach-Pflege im 19. Jahrhundert, Wiesbaden 1988.


Sonntag, 16. August 2020

Kammermusik im Kreuzgang

„Beethoven 250 – Klavier“
ROSWITHA LOHMER – Klavier
(VVK 15 €, erm. 12 €, AK 18 €, erm. 15 €)


Sonntag, 30. August 2020

Orgelkonzert zum 102. Geburtstag von Friedrich Ladegast

An den Ladegastorgeln: LUDGER LOHMANN – Stuttgart
(Veranstalter: Stadt Merseburg)
(AK 15 €, 12 €)


Freitag, 2. Oktober 2020

Beethoven 250 „Alle Menschen werden Brüder“

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 op. 125
mit Schlußchor über Schillers Ode „An die Freude“

JULIA-SOPHIE WAGNER – Sopran, KATHRIN GÖRING – Alt
LOTHAR ODINIUS – Tenor, ANDREAS SCHEIBNER – Bass
COLLEGIUM VOCALE LEIPZIG, KAMMERCHOR DER SCHLOSSKAPELLE SAALFELD
MERSEBURGER HOFMUSIK (auf Instrumenten historischer Mensur)
Leitung: MICHAEL SCHÖNHEIT
(Veranstalter: Merseburger Hofmusik in Zusammenarbeit mit der Stadt Merseburg)
(PG I:VVK 25 €, erm. 22 €, AK 30 €, erm. 27 €
PG II: VVK 15 €, erm. 12 €, AK 20 €, erm. 17 €)


Samstag, 5. Dezember 2020

Weihnachtliches Orgelkonzert bei Kerzenschein

An den Ladegastorgeln: MICHAEL SCHÖNHEIT – Domorganist
(VVK 15 €, erm. 12 €, AK 18 €, erm. 15 €)


VORVERKAUF einschließlich print@home-Service: www.merseburger-orgeltage.de; Reservix-Hotline: (01806) 700 733, 0,20 € pauschal deutsches Festnetz; 0,60 € Mobilfunknetz rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen
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Die Dommusik ist eine Veranstaltungsreihe der Stadt Merseburg in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Musik und Denkmalpflege und mit freundlicher Unterstützung derVereinigten Domstifter.